Endlich ohne fremde Hilfe mobil


Versorgung mit individuell konfiguriertem Elektro-Rollstuhl verhilft Nadja Krohm zu neuer Lebensqualität.


Nadja Krohm kam mit einer infantile Cerebralparese zur Welt – einer frühkindlichen Hirnschädigung, die sich in massiven Störungen des Bewegungsapparates äußert. Um im Alltag mobil zu sein, ist sie seit jeher auf einen Rollstuhl angewiesen. Bis vor Kurzem nutzte die junge Frau aus Paderborn hierfür ein per Handkraft betriebenes Modell und war damit oft von der Unterstützung durch andere Menschen abhängig. Seit der Umstellung auf einen exakt an ihre Bedürfnisse angepassten elektrischen Rollstuhl hat sich die Situation für die 26-Jährige grundlegend zum Positiven verändert.


Ebenso vielfältig wie die Ursachen einer körperlichen Behinderung, die eine Versorgung mit einem Rollstuhl erforderlich machen, sind auch die vorhandenen Fähigkeiten, Körperproportionen und persönlichen Anforderungen der Betroffenen. Eine zusätzliche Herausforderung ist es, wenn verschiedene Krankheitsbilder zusammenkommen, wie bei der gebürtigen Mannheimerin Nadja Krohm. Neben ihrer aufgrund einer angeborenen infantilen Cerebralparese massiv gestörten Körpermotorik leidet die junge Frau, die vor zwei Jahren nach Paderborn gezogen ist, unter einer leichteren Form der Adipositas.

Ihre bisherige Versorgung mit einem mechanischen handbetriebenen Rollstuhl stellte Nadja Krohm immer wieder vor Probleme. Als Mitglied in einer Wohngemeinschaft meisterte die in der Schlosswerkstatt einer Behinderteneinrichtung arbeitende junge Frau ihren Alltag zwar weitgehend selbstständig. Wenn es darum ging, das Haus zu verlassen, musste sie jedoch  regelmäßig um Unterstützung bitten. „Ich kann keine weiten Strecken laufen und bin daher auf den Rollstuhl angewiesen. Durch meine Krankheit fehlt mir aber die Kraft in den Armen, um ihn über längere Zeit selbst zu bewegen. Immer, wenn ich das Haus verlassen wollte, musste ich eine Begleitung dabei haben, die den Rollstuhl schiebt“, schildert die 26-Jährige.

Optimale Hilfsmittelversorgung fördert Teilhabe am Leben.

Immer auf den Terminkalender anderer Menschen angewiesen zu sein, war für die Neu-Paderbornerin eine äußerst unbefriedigende Situation. Inspiriert durch Kollegen in der Behindertenwerkstatt, die sich mithilfe eines elektrisch betriebenen Rollstuhls problemlos selbstständig durch den Alltag bewegen, initiierte sie, dass auch ihr ein E-Rollstuhl verschrieben wurde. „Das Recht auf Teilhabe am Leben ist gesetzlich verankert. Also steht das auch mir zu!“, unterstreicht Nadja Krohm. Seit Kurzem ist sie nun glückliche Besitzerin eines Elektro-Rollstuhls der Firma DIETZ.

Die Versorgung mit dem speziell auf ihre Anforderungen zugeschnittenen E-Rollstuhls erfolgte über das Sanitätshaus Becker & Dreßler in Paderborn. „Frau Krohm trat mit sehr klaren Vorstellungen an uns heran: Sie wollte mit dem Hilfsmittel im Alltag möglichst nicht mehr auf fremde Hilfe angewiesen sein. Von unserer Seite haben wir bei jeder Versorgung darüber hinaus das Ziel, die Produkte bestmöglich an die Bedürfnisse und Anforderungen der Kunden anzupassen, so dass sie sich mit dem Hilfsmittel auch wirklich wohl fühlen“, erklärt Herr Ulrich, Reha-Techniker bei Becker & Dreßler. Mit einem Modell aus der modular konzipierten YOU-Q-Baureihe des Rollstuhl-Sortiments von Dietz war schnell die passende Lösung gefunden. Sämtliche Komponenten dieser Baureihe lassen sich optimal an die Bedürfnisse der Anwender angepasst konfigurieren.

Fachkundige Unterstützung bei der Auswahl und Anpassung des Rollstuhls erhielt der Reha-Techniker durch den Hersteller Dietz. Als Vollsortimenter im Bereich Rehabilitation und Pflege hat sich das in Karlsbad ansässige Unternehmen auf den Bereich E-Mobilität spezialisiert und langjährige Erfahrungen bei der komplexen Versorgung von Adipositas-Patienten. Versierte Produktspezialisten stehen den Mitarbeitern in den Sanitätshäusern hierbei bundesweit direkt vor Ort zur Seite und unterstützen von der Bedarfsanalyse bis hin zur Nachbetreuung. „Die Zusammenarbeit mit dem Dietz-Produktspezialisten Thomas Schlegel war überaus konstruktiv und professionell. Gemeinsam haben wir die ideale Lösung für Frau Krohm gefunden“, betont Herr Ulrich.

„Von Beginn an gut beraten“.

Von ihrem neuen Hilfsmittel – einem E-Rollstuhl Modell Luca QLASS RWD – ist Nadja Krohm begeistert. In seiner etwas breiteren Ausführung bietet ihr der Rollstuhl einen sehr guten Sitzkomfort und fährt sich bei einer verhältnismäßig hohen Maximalgeschwindigkeit von sechs Kilometern pro Stunde spürbar vibrationsarm. Auch die Abwicklung der Kostenübernahme verlief problemlos. „Ich fühlte mich von Beginn an gut beraten. Die Mitarbeiter des Sanitätshauses und der Produktspezialist von Dietz sind immer für mich erreichbar“, versichert sie, „Als ich anfänglich bei Regenwetter Probleme mit den Reifen hatte, kam sofort jemand zu mir und behob das Problem durch eine kleine Korrektur in der Programmierung.“

Der neue Rollstuhl hat eine Akku-Reichweite von 30 km. Damit kann Nadja Krohm nach Feierabend noch Besorgungen machen, einen Tag in der Stadt verbringen oder einen Ausflug in den Park unternehmen – ohne Zeitdruck, ohne „Schiebehilfe“. Für die junge Frau eine ganz neue Freiheit bei der Gestaltung ihres Alltags.


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